Jedes Jahr im Februar wird das Kepler-Gymnasium in Tübingen zum Schauplatz heißer Schachduelle. In diesem Jahr fiel die Schulschach-Meisterschaft im Bezirk Reutlingen/Tübingen/Zollernalb auf den 6. Februar, das FSG war erneut mit zwei Mannschaften vertreten.
Die Mannschaft der älteren Schüler – bestehend aus Lukas Kembüchler, Jose Bosch, Arne Broghammer, Stefan Blanken, Ahmed Sfar und Attila Führinger – hatte es erneut mit einigen der leistungsstärksten Teams des Schachbezirks zu tun. Das Teilnehmerfeld reichte von Einsteigern bis hin zu Spielern auf Verbandsniveau und stellte insbesondere für manche Spieler unserer Mannschaft eine große Herausforderung dar, sodass nicht alle Punkte erzielen konnten. Dennoch gilt: Jeder fängt einmal klein an, und aus Fehlern lässt sich lernen.
An der Spitze hat sich einiges getan: Nachdem sich Lukas in der vergangenen Saison als große Entdeckung der Schule entpuppt hatte, spielte er in dieser Saison gleich am Spitzenbrett. Dort traf er auf die stärksten Gegner des Bezirks – 2,5 Punkte sind umso bemerkenswerter.
Die zweite Mannschaft – bestehend aus Aaron Vohrer, Julian Reuter, Ayyub Nurmuratov und Maximilian Freiberg – wurde hauptsächlich in der Schach-AG ausgebildet. Entsprechend konnten sie befreit aufspielen und zeigten viel Spielfreude. In ihrer Wettkampfklasse trafen sie – anders als die erste Mannschaft – auf Schulen unterschiedlichster Schulformen mit entsprechend variierenden Stärken und Schwächen. Die Zweitvertretung der FSGler wusste jedoch oftmals zu glänzen.
In der ersten Runde traf die erste Mannschaft auf das Uhlandgymnasium Tübingen. Bei den Tübingern weiß man nie genau, was einen erwartet – mal treten sie mit starken, mal mit schwächeren Teams an. An diesem Tag erwies sich die Konkurrenz als stärker – dennoch konnten Jose und Attila ihre Partien siegreich gestalten. Lukas bekam es mit einer Spielerin zu tun, deren Verein Deizisau sogar eine Bundesligamannschaft stellt. Trotz starken Kampfes stand leider eine 2:4-Niederlage zu Buche. Unterdessen konnte die zweite Mannschaft ihren ersten Sieg einfahren – 3:1, ein souveräner Start.
In der zweiten Runde gegen Hechingen musste sich die Erste erneut mit 4:2 geschlagen geben – diesmal punkteten Lukas und Jose. Die Zweite hingegen konnte ein Unentschieden erkämpfen: Durch Siege von Julian und Ayyub endete ihr zweites Spiel 2:2. In der dritten Runde hatte die erste Mannschaft spielfrei, während die Zweite als klarer Underdog gegen die WHR antreten musste. Hier hatte die WHR an allen Brettern die Nase vorn.
In der vierten Runde traf die erste Mannschaft auf ihren Angstgegner: das Kepler-Gymnasium Tübingen, dessen Kader fast ausschließlich aus Vereinsspielern des renommierten SK Bebenhausen bestand. Die Pfullinger hielten lange dagegen und konnten ihren Gegnern, vor allem an Brett 1 und 2, bis zum Ende Paroli bieten. Am Ende konnte lediglich Brett 6 einen Punkt für Pfullingen sichern. Attila ließ sich ab diesem Zeitpunkt nicht mehr aufhalten und gewann seine Partie souverän. Die Zweite drehte derweil den Spieß um und gewann diesmal alle Partien.
In der fünften Runde traf die Erste auf die Geschwister-Scholl-Schule – Jose und Attila zeigten sich weiterhin in bestechender Form und holten Siege, Lukas konnte im Endspiel durch Zeitdruck des Gegners ein Remis sichern – ein sehr knapper und unglücklicher 3,5:2,5-Verlust. Für die zweite Mannschaft war dies bereits die letzte Runde: Maxi gewann zum Abschluss, insgesamt sprang ein hervorragender 2. Platz heraus. In diesem Teilnehmerumfeld eine starke Leistung, die jedoch nicht für die Qualifikation zum württembergischen Landesfinale reichte.
Für die erste Mannschaft war die Qualifikation zum Landesfinale ohnehin schon außer Reichweite. Gegen das Carlo-Schmid-Gymnasium steuerten erneut Jose und Attila die Punkte bei, dennoch stand am Ende eine 2:4-Niederlage zu Buche. Nun ging es nur noch darum, nicht Letzter zu werden.
Auch das Wildermuth-Gymnasium hatte bis dahin keinen Sieg errungen – es entbrannte ein spannendes Kellerduell. Jose legte einen Blitzstart hin, Stefans darauffolgende Niederlage wurde schnell durch Attila kompensiert. Auch Lukas sicherte einen Punkt am Spitzenbrett. Arnes Niederlage fiel dabei nicht ins Gewicht, denn Ahmed brachte seinen Gegner zum Schluss noch auf Zeit. Mit dem 4:2-Sieg gelang ein versöhnlicher Tagesabschluss ohne rote Laterne – am Ende stand das FSG auf einem respektablen 6. Platz.

