Seit Beginn dieses Schuljahres wird an der Laiblinschule jeden Donnerstag fleißig Schach gespielt. Seit es die Schach-AG gibt – geleitet von Jose Bosch – hat sich an der Schule ein echtes Schach-Fieber entwickelt. Über 20 Kinder kommen jede Woche, um neue Tricks zu lernen, spannende Partien zu spielen und immer besser zu werden.
Heute war es dann so weit: Für elf motivierte Kinder ging es heute nach Tübingen zur Grundschul-Schachmeisterschaft. Die Laiblinschule war gleich mit zwei Mannschaften vertreten – und für viele war es das erste große Turnier überhaupt. Anfangs hieß es noch: „Dabei sein ist alles.“ Doch spätestens nach der ersten Runde war klar: Unsere Teams wollten mehr!
Die erste Mannschaft (Kaan, Elias, Amadeus, Raquel und Ayla) legte direkt furios los. Mit einem starken 3,5 : 0,5-Sieg gegen die Grundschule Wanne Tübingen setzte die Mannschaft gleich ein erstes Ausrufezeichen.
Auch in der zweiten Runde ließen sie nicht locker und gewannen klar mit 4:0. Plötzlich stand die Laiblinschule auf Platz zwei der Tabelle. Die Spannung wurde größer – konnte die Laiblinschule tatsächlich noch den Einzug ins Landesfinale schaffen?
In Runde drei wartete mit der Köstlinschule aus Lustnau ein deutlich stärkerer Gegner. Doch unsere Erste blieb ganz konzentriert. Obwohl zwei Partien verloren gingen, sorgten Kaan und Amadeus mit ihren starken Spielen für das wichtige 2:2-Unentschieden. Ungeschlagen nach drei Runden – und weiterhin unter den Top 3!
In der vierten Runde musste die Mannschaft dann die erste Niederlage hinnehmen – die Eduard-Spranger-Schule konnte sich 1:3 durchsetzen, den Punkt für die Laiblinschule steuerte Kaan bei. Damit rutschte die Erste auf Platz 6 ab – trotzdem war noch alles möglich. Die Kinder hatten immer noch die volle Energie im Tank!
Das stellten sie in der fünften Runde gegen die Grundschule WHO erneut unter Beweis. Wieder einmal waren es Kaan und Amadeus, die den Mannschaftspunkt für die Laiblinschule sicherten. Dadurch konnte die Erste wieder um einen Platz in der Tabelle klettern, es war weiterhin nur eine Niederlage zu verbuchen.
In der vorletzten Runde kam es dann zu einem besonderen Duell – dem Pfullinger Derby gegen die zweite Mannschaft der Schloss-Schule. Dieses Duell konnten die Pfullinger von der Laiblinschule knapp für sich entscheiden – nach den Siegen von Elias und Amadeus gelang Kaan gegen einen Pfullinger Vereinskollegen das Unentschieden. Damit blieb unser Brett 1 weiterhin ungeschlagen und sicherte erneut den entscheidenden Punkt für die Mannschaft.
Dann – die letzte Runde. Jetzt war echte Finalstimmung zu spüren. Der Gegner war die Hügelschule aus Tübingen, bisher Platz 2 – die Laiblinschule stand auf Platz 4. Noch war alles möglich. Schon jetzt hatte die Laiblinschule alle Erwartungen übertroffen. Wir hatten zwar nichts zu verlieren, aber diesen Schwung wollten wir natürlich mitnehmen.
Leider war die Hügelschule an diesem Tag einfach zu stark. Am Ende stand eine deutliche 0:4-Niederlage. Auch wenn das Ergebnis klar ausfiel, haben unsere Spielerinnen und Spieler bis zum letzten Zug gekämpft.
Auch unsere zweite Mannschaft (Oscar, Lounis, Deniz, Lukas, Lena und Maj) sammelte bei ihrem ersten großen Turnier viele wichtige Erfahrungen. Gegen starke Gegner wurde bis zum letzten Zug gekämpft – und es gab auch schöne Momente:
Deniz zeigte eine tolle Leistung und gewann gleich zwei Partien. Zudem durfte sich Lena über einen kampflosen Punkt und ein Remis freuen. Besonders erfreulich war das 2:2-Unentschieden gegen die Grundschule Lichtenstein – ein verdienter Lohn für den großen Einsatz des Teams.
Gerade bei einem ersten Turnier lernt man von jeder Partie dazu – und genau diesen Mut und Lernwillen haben unsere Spielerinnen und Spieler eindrucksvoll gezeigt.
Die erste Mannschaft der Laiblinschule hat von Beginn an Herzblut ins Spiel investiert, das hat man gemerkt. Sie haben sich belohnt und bis zum Ende um die Podestplätze mitgespielt. In der letzten Runde zeigte sich jedoch noch einmal, wie stark die Konkurrenz an diesem Tag war. Ein 6. Platz von 20 Mannschaften (bei einer Mannschaft, die zuvor noch nie bei der Meisterschaft mitgespielt hat!) ist nicht nur beachtlich, sondern wirklich beeindruckend. Auch wenn das Ende ein bisschen bitter war – die Kinder können mehr als stolz auf sich sein!
