Weltmeisterschaft Schach-Tennis

Anbei ein Bericht von Martin Schubert über die Weltmeisterschaft im Schach-Tennis:
Bereits in den Vorjahren hatte mich die Teilnahme am Schach-Tennis-Turnier in Baden-Baden gereizt, das sich seit dem letzten Jahr Weltmeisterschaft im Schach-Tennis nennt. In diesem Jahr hat es endlich geklappt, und so war ich sehr gespannt, wie das Turnier laufen würde. Die Besetzung insbesondere im Schach war phänomenal: die Weltklassespieler Laurent Fressinet, Pavel Tregubov und Alexandra Kosteniuk waren mit von der Partie. Aber auch richtig gute Tennisspieler mit Ricardo Schütt und Nicolas Moser, einem der besten Junioren Österreichs. Ich selbst war im Schach im Mittelfeld gesetzt, im Tennis wäre jeder Punkt ein Erfolg.
Am ersten Tag wurde Tennis gespielt: 7 Runden Schweizer System mit einem Match-Tie-Break bis 10 Punkte, Unentschieden war möglich. Für Schachspieler nichts Besonderes, für Tennis ein sehr ungewöhnlicher Modus. Bereits in der zweiten Runde hatte ich die Ehre, gegen die Weltklasse-Schachspielerin Alexandra Kosteniuk Tennis spielen zu dürfen. Ein Sieg war möglich, am Ende fehlte ein Punkt zum Unentschieden. Danach lief es deutlich besser für mich: ich konnte drei von sieben Partien gewinnen, womit ich im Tennis nicht gerechnet hätte.
Am nächsten Tag wurden sieben Runden Schnellschach gespielt. In der dritten Runde spielte ich gegen den früheren Weltklase-Tennis-Spieler Ricardo Schütte, der auch ein sehr guter Schachspieler (2150) ist und hatte die Riesen-Chance, ihm den Halbfinaleinzug zu vermiesen. Leider konnte ich die klare Gewinnstellung nicht nutzen. Nach einer weiteren Niederlage gegen einen nominell schwächeren Spieler kämpfte ich mich am Ende immerhin auf 3,5 Punkte, was in der Gesamtwertung immerhin einen sehr guten 21. Platz bedeutete.
Das Turnier war wirklich eine runde Sache. Positiv hervorzuheben auch die entspannte Atmosphäre.

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